Erkenntnisse aus 3 Jahren Bachelor :)

Gestern war ich mit einem guten Freund das letzte Mal Mittagessen in Würzburg. Bei Burgern, Pommes und einem schönen Bier trafen wir uns das letzte Mal vor meinem Umzug nach München. Dabei markiert dieses Essen nicht nur das Ende meiner Würzburger Jahre, sondern lustiger Weise auch das meines Studiums. Genau in dem Moment, als mein Kumpel auf dem Klo war, erreichte mich die Note für meine Thesis. Damit waren die 180 ECTS komplett und ich hatte mein Studium der Wirtschaftsinformatik vorerst komplett. Nun darf ich mich Bachelor of Science schimpfen und kann entspannt im Oktober meinen Master an der TU München angehen.

Doch trotz der Finalität dieses Momentes, möchte ich diesen Post dazu nutzen, um ein wenig meine Erfahrungen und Einsichten aus 3 Jahren Studium zu teilen. Die folgende Liste ist nicht klar geordnet und bewusst unvollständig. Dennoch kann sie gerade dem ein oder anderen Ersti vielleicht helfen. Nun denn:

  • „Prüfungen kann man wiederholen, Parties nicht“: Naja, im ersten Semester meines ersten Studiums (ich hatte zuerst 2 Semester Wirtschaftswissenschaften studiert, aber dann den Code vermisst…) habe ich diesen Satz sehr wörtlich genommen. Klar Würzburg hat tolle Parties, einen der leckersten Weine und dieses schöne Klima… aber am Ende war mein Konto oft sehr leer und meine Noten nicht wirklich berauschend. Rückblickend würde ich empfehlen sich zwei bis drei freie Tage pro Woche einzuplanen. Am Besten eignet sich das Wochenende inklusive Freitag. Denn Rest der Woche würde ich ernsthaft lernen, damit man zumindest gut in das Semester startet. Auch eignet sich für Parties immer der Sommer besser. Sommersemester haben viele Unifreie Tage, besseres Wetter und die Profs sind auch mehr in Ferienlaune 🙂
  • „Gehe immer in die Vorlesung“: Habe ich nie und würde ich auch nicht. Klar, die erste Woche sollte Pflicht sein und auch Übungen oder Tutorien. Aber oft sind Vorlesungen sehr laut, überfüllt und nur der verbale Vortrag langer Powerpoint Wüsten. Besser ist es, nur in die wesentlichen Vorlesungen zu gehen, die Übungen intensiv zu nutzen und mit den Skripten und Büchern zu arbeiten.
  • „Eine Woche vor der Klausur reichen mir zum lernen“: oh, wie oft habe ich diesen Satz in den letzten drei Jahren gehört. Ich kenne vielleicht drei Menschen, die damit tatsächlich gute Noten erreichten. Die große Mehrheit aber, die endet damit in der Nachklausur oder in der 3,0 und schlechter Region. Es mag zwar altbacken klingen, aber jeden Tag 1 Stunde lernen und nach jeder Veranstaltung kurz nacharbeiten bringen deutlich mehr. Das praktiziere ich nun 1 Jahr und habe seitdem deutlich bessere Noten. Gerade bei wissenschaftlichen Arbeiten hilft dies ungemein, da man mit konsequenter Leistung oft besser am Thema bleibt und auch den Stoff etwas sich setzen lassen kann.
  • „Sehr geehrter Herr Professor Dr…“: Ja Professoren, diese sehr spezielle Spezies. Ich habe mit Ihnen die vielseitigsten Erlebnisse gehabt. Vom Labersack, über den Choleriker, bis hin zu sehr zerstreuten Professoren, war einiges dabei. Doch mir wurden zwei Dinge klar: 1. Professoren mögen es lieber, wenn man direkt auf den Punkt kommt und sagt, was man eigentlich will. 2. Professoren sind oft viel lockerer und offener als man denkt. Wichtig ist hierfür aber, dass man immer Punkt 1 beachtet und dazu möglichst ohne Fehler seine Emails formuliert.

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